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Ein Wort an die Eltern

Liebe Eltern!

Ihr Kind wird in Kürze durch den sehr verehrten Weihbischof das heilige Sakrament der Firmung empfangen. Im Glaubensleben ihres Kindes ist dies ein gewaltiger Schritt ins „Erwachsenwerden“. Ihr Kind nimmt ab sofort sein „Glaubensleben“ in die eigene Verantwortung. Wir glauben an die Kraft des Heiligen Geistes.  Auch spüren wir in unserem eigenen Leben an ganz vielen Stellen die „Auswirkungen“ des Heiligen Geistes.

Noch ist es für ihr Kind die Zeit der „Vorbereitung“. Sie , als Eltern, sind dabei auch ein Stück voll mit einbezogen. Dabei ist Ihre eigene Einstellung zur Kirche zwar zu berücksichtigen, aber nicht das Maß aller Dinge.

Wichtig ist zunächst ihr Bezug zu ihrem Kind. Einige Gedanken dazu könnten sein:

■  Auf welche Art und Weise kommuniziere ich mit meinem Kind?

  • Wie entsteht ein echtes Gespräch? (gibt das Kind, oder geben die Erwachsenen den Anstoß?)
  • Sind die Gesprächsthemen nur aus dem Tagesgeschäft, oder auch schon einmal etwas aus dem nachdenklichen Bereich?
  • Gibt es Themenbereiche die von vorneherein ausgeklammert werden? (Zum Beispiel Politik, Sport, Freundeskreis, Familie, Glauben, ………….)
  • Nimmt das Kind die Eltern auch in kirchlichen Fragen als Gesprächspartner an?

■  Sollte man mit dem Firmbewerber „eigenes Kind“ auch über das Sakrament „Firmung sprechen? (in entsprechender Umgebung und Situation)

  • Gibt es einen Tag in der Woche, oder am Wochenende, der für ein „Gespräch“ geeignet ist?
  • Welcher „Wohnraum“ gibt das Gefühl der Geborgenheit, das Gefühl, zu Hause zu sein?
  • Das „Äußerliche“ , wie eine Kerze, ein Getränk, Stille, Sitzordnung, Lieblingsplatz ………., könnte man in die „Vorüberlegung“ mit einbauen.
  • Ein Gespräch dieser „Rangordnung“ sollte vorsichtig von Vater oder Mutter begonnen werden.
  • Mögliche Einstimmungsthemen wären der gedankliche Rückgriff auf ein, von allen Gesprächsteilnehmer, als sehr positiv empfundenes Erlebnis.
  • Schön wäre es, wenn das Kind auch selbst seine „Sicht“ ohne Unterbrechung vortragen könnte.
  • Eine vorsichtige „Gesprächslenkung“ könnte auf die Menschen gebracht werden, welche ein persönliches „Vertrauen“ von uns entgegengebracht bekommen.
  • Zu hinterfragen, was es bedeutet, einem Menschen „Vertrauen“ zu schenken.
  • Auch das Problem der „Vertrauensenttäuschung“ darf mit ins Gespräch einbezogen werden.
  • Fragen wir uns: „Wessen Geistes Kind“ bin ich?
  • Haben wir, und wenn, gegenüber wem, auch eine eigene Verantwortung?
  • Wer besitzt so stark unser Vertrauen, dass er uns „Immer“ helfen darf?
  • Muss es etwas „Göttliches“ sein?
  • Darf es der „Heilige Geist“ sein?

■  Was können die Eltern noch mehr für ihr Kind in Sachen „Firmvorbereitung“ tun?

  • Dem Firmling einige Entscheidungshilfen zur Patenfrage mit auf den Weg geben.
  • Die Frage, nach welchen Kriterien haben die Eltern die Paten für den Täufling gefunden?
  • Hier wäre es schön, dem Firmbewerber einen kurzen Abriss über die Situation „Taufpaten“ damals, vor der Taufe – und heute – zu geben.
  • Dem Firmling sollte die die Möglichkeit gegeben werden, seine Entscheidung für den „Firmpaten“ mit den Entscheidungshilfen der Eltern, selbst zu treffen.

■   Die Eltern und Ihr Gebet

  • Natürlich tun die Eltern für ihre Kinder immer alles für deren „Wohlergehen“.
  • Wenn es etwas gibt, wo man als Elternteil nicht hilfreich einschreiten kann, übergibt man z.B. die nötige Hilfestellung an die Künste der Medizin.
  • Ist in schulischen Leistung eine Hilfestellung nötig, bestellt man den Nachhilfeunterricht.
  • Steht ein Prozess des Nachdenkens, der Weichenstellung , der Lebensphilosophie an, sind die Eltern oft sehr ratlos.
  • Man gönnt ja seinem Kind nichts „Schlechtes“.
  • Auch wenn man selbst nicht so ganz an das Sakrament der Kirche „Firmung“ glaubt, denken doch viele Eltern, dass es auf keinen Fall „schaden“ kann.
  • Da die Eltern für ihre „Kinder“ immer wieder nur das „Beste“ wollen sollten sie auch den letzten und wichtigsten „Schritt“ wagen.
  • Viele Eltern haben mit der „Kirche“ ihre Probleme.
  • Die Eltern der Firmlinge dürfen nun ganz ehrlich werden.
  • Es geht hier nicht mehr um die eigene Einstellung zu den Sakramenten, sondern um die Einstellung zu IHREM Kind.
  • Erinnern sie sich als Eltern des Firmlings an ihre frühere Frömmigkeit und auch an ihre heutige Frömmigkeit und „Beten sie für „IHR KIND“!!!

Diakon  Herbert Moeselaken

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